Nachdenken

Warum hindern wir uns immer wieder daran, unsere Fähigkeiten anzuwenden?

Beispiel:

Wir alle können sprechen.

Wir sprechen vor 2 Leuten, die wir gut kennen und mögen….kein Problem.

Jetzt sprechen wir vor 10 Leuten, die wir nicht alle gut kennen …. wir überlegen länger und bekommen ein leichtes Stressgefühl.

Vor 100 Leuten zu sprechen, die wir nicht kennen…. ist für viele Stress pur.

Warum verlieren wir unsere Fähigkeit zu sprechen?

Unser Verstand spielt uns permanent Streiche!

  • Wir wissen ganz genau, dass wir sprechen können. Wenn wir aber vor 100 Menschen, die wir nicht kennen sprechen sollen, fängt unser Verstand an uns zu quälen.
  • Was denken die Leute, wenn du dich versprichst?
  • Wie reagieren die Leute, wenn sie anderer Meinung sind als ich?
  • Wie wirke ich auf die anderen, wenn ich spreche?
  • Ist meine Stimme angenehm für die anderen?
  • Lachen sie mich aus?
  • Die Liste könnte endlos fortgesetzt werden.

Die 100 Leute stehen stellvertretend für alle Aufgaben und Herausforderungen, die wir im Leben erfüllen wollen und zum Teil müssen.

Unser Verstand benutzt seine grenzenlose Phantasie, um uns glauben zu machen, dass er weiß was all die anderen denken und unterdrückt somit unsere Fähigkeiten!

Wir können sprechen!

Die Aufgabe ist also: Unseren Verstand unter Kontrolle zu bekommen, damit wir ihn steuern und nicht er uns.

Schmerzen??

Viele Probleme entstehen ganz simple dadurch, dass viele das tun, von dem sie glauben, dass ihre Umwelt (Partner, Freunde, Kollegen) es von ihnen erwartet und nicht das, was ihren eigenen, wirklichen Vorstellungen entspricht.

Die Konsequenz ist: Unzufriedenheit, Frust, Krankheit.

Warum wird man noch Politiker?

  • Jeder darf einen öffentlich kritisieren
  • Bis man ein wichtiges Amt inne hat, muss man verdammt viele Kompromisse schließen
  • Hat man ein Amt inne, steht man permanent unter totaler Beobachtung
  • Hat man eine eigene Überzeugung, darf man diese in der Regel nicht äußern, sondern muss abwägen, welche Aussage wie viele Wählerstimmen kostet oder bringt
  • Macht man einen Fehler, ist man schnell der Depp der Nation (auch die Familie)
  • Der politische Gegner ist nicht an einer konstruktiven Zusammenarbeit interessiert, sondern hofft auf den Absturz
  • Geld kann man in der freien Wirtschaft wesentlich mehr verdienen, die Kanzlerin z. B muss sich mit einem mittleren Managergehalt begnügen
  • Schuld an der Politikverdrossenheit sind natürlich die Politiker
  • usw., usw., usw.

Ich denke es ist an der Zeit, dass wir alle unsere Bereitschaft des „ schnellen Draufhauens“ überdenken und wieder einander mit mehr Respekt begegnen. Wenn wir Wähler Politiker wollen, die man auch wählen kann, müssen wir auch darauf achten, dass wir ihnen eine Atmosphäre bereiten, in der man auch arbeiten möchte. Die Politiker sind sozusagen unsere Angestellten. Welcher Firmeninhaber, der auf der dringenden Suche nach Mitarbeitern ist, wird diesen ein Arbeitsumfeld offerieren, das dem eines Politikers entspricht?

Klar, wir müssen und sollen kontrovers diskutieren, dies kann auch durchaus lebhaft bis unterhaltsam sein, aber wir dürfen den gegenseitigen Respekt und die Achtung voreinander nicht verlieren.

Natürlich schreibe ich dies ausgerechnet jetzt, da auch ich mich von der Entwicklung um Herrn zu Guttenberg animiert fühle, Stellung zu beziehen.

Ich möchte klar stellen, dass sein Verhalten bei seiner Dissertation offensichtlich nicht korrekt war und dies ist, auch für mich, nicht in Ordnung. Allerdings muss man auch immer darauf hinweisen, dass die besagte Doktorarbeit einer Prüfung unterzogen wurde, ja sie wurde sogar mit einer Note ausgezeichnet.

Was haben wir, was haben die Medien nun erreicht? Klar, der öffentlichen Correctness wurde Rechnung getragen. Aber wir haben auch erst mal einen Politiker verloren, der weit über die eigenen Parteigrenzen hinweg beliebt ist und für glaubwürdig gehalten wird. Dies ist für die nächsten Wahlbeteiligungen sicherlich nicht von Vorteil, was wiederum dazu führt, dass die, die wir bestimmt nicht als unsere Repräsentanten sehen wollen, Aufwind bekommen.

Mehr gegenseitige Achtung kann dazu führen, dass wir wieder mehr Politiker finden, die für uns arbeiten wollen und die wir auch wählen wollen.

Ein kostbares Geschenk!

Weihnachtszeit = Stresszeit? Ich wünsche Euch die Kraft dies zu ändern. Nehmt Euch einen Augenblick Zeit und überdenkt Euren Tagesablauf. Findet eine viertel Stunde Zeit am Tag, die ihr dann einem Menschen schenkt, der Euch wichtig ist und am Herzen liegt. Diese 15 Minuten seid Ihr einfach NUR für diesen Menschen da, widmet ihm Eure ganze Aufmerksamkeit, lasst Euch durch nichts in der Welt ablenken, kein TV, kein Radio, kein Telefon, kein Ladenschluss, nichts aber auch gar nichts. Ihr hört diesem wichtigen Menschen einfach zu und fragt ihn: „Wie geht es Dir wirklich? Was bewegt Dich im Augenblick? Was ist Dein größter Wunsch? Was könnte ich für Dich tun?“ usw., usw., die Fragen stellen immer den Beschenkten in den Mittelpunkt, nicht den Schenkenden.

Diese viertel Stunde kann ein wirklich großes Geschenk sein!

Nehmt Euch nicht gleich zu viel vor und verschenkt eine ganze Stunde und mehr. Nein, eine viertel Stunde voller Aufmerksamkeit nur auf den Menschen gerichtet, der von Euch beschenkt wird. Überfrachtet diesen Menschen in diesen 15 Minuten nicht mit guten Ratschlägen und Vorschlägen. Richtet Eure Aufmerksamkeit auf die wirkliche, momentane, emotionale Verfassung des Beschenkten und freut Euch auf das Ergebnis.

Ich wünsche Euch viel Freude mit diesem kostbaren Geschenk!

Steuern sparen!?

Die aktuelle Diskussion dreht sich ja wieder einmal um Steuersünder. Es gibt diejenigen auf der einen Seite, die leicht feuchte Hände bekommen, wenn sie das schlimme Wörtchen CD hören - und diejenigen auf der anderen Seite, die gerne den Finger erheben.

Was unterscheidet diese beiden Seiten?

Die Seite mit den feuchten Händen hat mal eine Zeit lang geglaubt, viel Geld ausgeben zu müssen, um ganz sichere Tipps und Ratschläge zu bekommen, wie man Steuern spart. Das bedeutet, die Gruppe hat viel Energie darauf verwendet, möglichst wenig Steuern zu bezahlen. Und mittlerweile wissen ganz viele, dass man das bekommt, worauf man sich konzentriert.

Ich will damit unterstreichen, dass es viel klüger wäre, sich damit zu beschäftigen, mehr, viel mehr Steuern zahlen zu dürfen. Ja Sie lesen richtig! Denn wenn Sie viel Steuern zahlen dürfen, heißt das nichts Anderes, als dass Sie viel Geld verdient haben. Steuersätze von 100% sind mir nicht bekannt. Also für jeden Euro Steuer den Sie zahlen, landet einiges in Ihrem ganz privaten Vermögen und das ist schön.

Da gibt es die Geschichte von dem jungen Unternehmer, der voller Freude über sein gutes Geschäft zum Steuerberater geht, um das Jahresgespräch zu führen. Dieser erwartet den jungen Unternehmer mit bitterer Miene und sagt: "Oh weh, Herr X, das sieht nicht gut aus. Sie müssen verdammt viel Steuern entrichten. Wir müssen uns unbedingt etwas einfallen lassen, wie wir diese Situation ändern können."

Der junge Unternehmer wäre kein Unternehmer, würde er nichts unternehmen. Also beschäftigte er sich ganz intensiv mit seinen Steuern. Das Ergebnis: Unser Unternehmer war wieder "erfolgreich" und musste nach nur drei Jahren keine Steuern mehr zahlen, denn die Firma war pleite.

Diejenigen, die sich jetzt ins Fäustchen lachen, sollten sich mal fragen, wie sie gehandelt hätten oder wie sie handeln. Zahlen Sie wirklich immer und gerne Steuern? Kommt Ihnen niemals der Gedanke, wie Sie etwas "drehen" können, um den einen oder anderen Euro an Steuern zu sparen? Haben Sie noch nie etwas mit dem Hinweis: "Ich brauche auch keine Rechnung!" gekauft?

Wenn Sie ein eigenes Haus haben, haben Sie niemals darüber nachgedacht, die ein oder andere Reparatur mal eben nach Feierabend erledigen zu lassen?

Klar höre ich einige sagen: "Das sind doch nur Kleinigkeiten, nicht das große Geld. Die anderen machen viel mehr, bei denen geht es um ganz andere Beträge."

Dazu kann man nur sagen: Alles ist relativ!

Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie möglichst bald den Spitzensteuersatz erreichen, und denen, die diesen schon erreicht haben, dass Sie ihn möglichst lange behalten.

Wenn der Job krank macht ...

... ist höchste Zeit geboten, etwas zu ändern. Ich erlebe immer wieder, wie meine Kunden mir berichten, welche gesundheitlichen Probleme sie durch ihren Beruf haben. Gestern erst wieder berichtete mir ein Kunde von seinen starken Rücken-und Nackenschmerzen, die offensichtlich nicht durch das Einnehmen einer falschen Haltung, sondern merkwürdiger Weise immer dann entstehen, wenn ein bestimmter Kollege ins Spiel kommt.

Ich kann aus verständlichen Gründen nicht näher auf diesen Fall eingehen. Viel interessanter ist ohnehin, dass diese Person kein Einzelfall ist.

Es gibt einige meiner Kunden, die über körperliche Probleme klagen, die sie nur in bestimmten Situationen haben. Auch gibt es offensichtlich ein Zusammenhang zwischen wohlfühlen am Arbeitsplatz und Gesundheit.

Im übrigen spreche ich hier von Leuten, die sich in privilegierten Positionen befinden. Meistens entstehen diese Beschwerden immer dann, wenn Menschen eine bestimmte Situation ablehnen, aber nicht wissen, wie sie dies bewerkstelligen sollen. Und nicht etwa, weil ihnen die fachliche Kompetenz fehlt, sondern weil sie Bedenken haben, ihre Mitarbeiter, der Chef oder die Kollegen könnten ihre Position, Einstellung oder ihr Vorhaben falsch verstehen.

Das Schöne ist, dass die meisten Beschwerden sofort verschwinden, sobald wir über diese Probleme gesprochen und einen Lösungsansatz gefunden haben! Dabei wurde das Problem noch nicht einmal gänzlich gelöst. Allein die Tatsache, dass das Problem angegangen wird, bewirkt schon eine positive Veränderung.

Weisheiten

  • Der Weg aufwärts und der Weg abwärts ist ein und derselbe. Heraklit
  • Das was du heute denkst, wirst du morgen sein. (Buddha)
  • Es ist nicht von Bedeutung, wie langsam du gehst, solange du nicht stehen bleibst. (Weisheit des Konfuzius)
  • Immer wenn Aristoteles eine gute Idee hatte, liegt er einen Ochsen schlachten. Seitdem haben alle Ochsen Angst vor guten Ideen. (Griechische Weisheit)
  • Es gibt nur eine Zeit, in der es Wesentlich ist aufzuwachen. Diese Zeit ist jetzt. (Buddha)
  • Der Mann, der den Berg abtrug, war derselbe, der anfing, kleine Steine wegzutragen. (Konfuzius)
  • Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung des Problems beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems (Indianische Weisheit)

Wenn Sie die eigene Einstellung blockiert ...

Stellen Sie sich einen hundert Meter Sprinter vor. Er steht in den Startblöcken und seine Gedanken beschäftigen sich nur mit seinen Gegnern. "Sie sind viel schneller, haben deutlich mehr Muskeln, waren immer erfolgreicher, sind viel bekannter, was tue ich hier überhaupt, usw.. .. .. .."

Was glauben Sie wie die Chancen unseres Läufers auf einen Sieg oder wenigstens auf einen guten Lauf sind?

Genau.

Wie stets mit Ihrer Einstellung? Sind Sie absolut davon überzeugt von dem was Sie tun?

Gut, denn dies ist die Grundvoraussetzung für Ihren Erfolg. Wer soll an Sie glauben, wenn Sie selbst es nicht tun. Sie müssen voller Leidenschaft und Überzeugung handeln, dann wird das Ergebnis das sein, das Sie sich vorgestellt haben.

Beziehungsprobleme

Viele Probleme in einer Partnerschaft könnten vermieden werden, wenn man seinem Partner immer offen seine Meinung und Empfindung mitteilen würde. Hört sich soweit logisch an - aber überlegen Sie doch mal, wie oft Sie nicht spontan reagieren und Ihrem Partner, Ihrer Partnerin Ihre Empfindungen eben nicht mitteilen, da Sie vielleicht denken, er oder sie könnte das in genau diesem Moment wohl gar nicht nachvollziehen oder verstehen.

Eine Kundin berichtete mir vor kurzem, dass sie einen Mann kennengelernt hat und es so aussieht, als wäre dieser "Mr. Right". Dann erzählte sie weiter und schon kamen die ersten Irritationen auf. Sie wunderte (ärgerte) sich darüber, dass "Mr. Right" sich nicht oft genug bei ihr meldet und darüber hinaus störte sie, dass er sich nicht eindeutig über die gemeinsame Zukunft äußert usw. Meine Frage, ob sie "Mr. Right" dies denn mal gesagt hat, beantwortete sie (nach einiger Zeit) mit einem klaren Nein.

"Mr. Right", nichts von diesen Empfindungen seiner Traumfrau wissend, wunderte sich bei den letzten Treffen über die geübte Zurückhaltung seiner Liebsten. Nachfragen seinerseits diesbezüglich wurden nur ausweichend beantwortet. "Nein ich habe nichts. Alles Ok, hatte nur ein bisschen viel um die Ohren", usw...

Er dachte, er könne seiner neuen Flamme ja nicht auf die Nerven fallen und dauernd anrufen oder gar bei den gemeinsamen Treffen über die gemeinsame Zukunft sprechen, das würde sie doch bestimmt überfordern usw...

Um wie viel entspannter hätte diese neue Beziehung mit ein bisschen mehr Offenheit starten können!!

Sie hätte nur mal bei einem Telefonat durchblicken lassen können, wie sehr sie sich über seine Anrufe. bzw. SMS freuen würde und diese immer schon voller Ungeduld erwarten würde.

Im Verlauf dieser Gespräche hätte auch er seine Freude über seine neue Partnerin zum Ausdruck bringen können , und dass er sich ein gemeinsames Leben mit ihr wünscht.

Sie können sich selbst ausmalen, wie die Geschichte mit ein wenig mehr Offenheit hätte sich entwickeln können.

Also sagen Sie öfter, wenn nicht sogar immer, was Sie denken. Nur dann hat Ihr Gegenüber die Möglichkeit, richtig zu reagieren. Dadurch erspart man sich viele unnötige und schlechte Gedanken bzw. Gefühle.

Es gibt Leute, die arbeiten von Montag an aufs Wochenende hin, um festzustellen, wie kurz es ist. Dann arbeiten sie auf den wohlverdienten Urlaub hin, um festzustellen ... Dann arbeiten sie auf den Ruhestand hin, um festzustellen... Wenn Sie jetzt leben wollen klicken Sie hier.

Gedanken zulassen (von Anselm Grün)

Die vielen psychischen Ursachen für die Ruhelosigkeit des Menschen zeigen, dass die Unruhe nicht allein durch äußere Veränderung verwandelt werden kann. Nur wer sich in aller Ruhe seiner Unruhe stellt, die Ursachen anschaut und nach Wegen sucht, mit sich selbst in Einklang zu kommen, wird die Ruhe finden, nach der er sich sehnt.

Wenn ich meine innere Unruhe aushalte und sie genauer anschaue, kann ich vielleicht entdecken, was sich in ihr regt. Da spüre ich, dass sie einen Sinn hat. Die Unruhe möchte mich von der Illusion befreien, ich könnte mich selbst durch Disziplin verbessern und in den Griff bekommen. Die Unruhe zeigt mir meine Ohnmacht. Wenn ich mich damit aussöhne, reinigt das die Seele und gibt neue innere Klarheit. Ich spüre mitten in meiner Unruhe einen tiefen Frieden. Die Unruhe darf also sein.

Wir sind nicht für die Gedanken verantwortlich, die in uns auftauchen, sondern nur dafür, wie wir mit ihnen umgehen. Wir sind also nicht schlecht, wenn Gedanken uns bedrängen. Denn nicht wir denken diese Gedanken, sondern sie kommen von außen auf uns zu. Diese Unterscheidung zwischen uns als Person und den Gedanken, die in uns einströmen, gibt überhaupt erst die Möglichkeit, mit den Gedanken richtig umzugehen. Da werden wir uns nicht gleich beschuldigen, wenn etwa Hass oder Eifersucht in uns sind. Wir werden vielmehr überlegen, wie wir darauf so reagieren können, dass sie uns nicht beherrschen.

Gefunden in: Das große Buch der Lebenskunst

von Anselm Grün

Lassen Sie uns gemeinsam den Dingen in die Augen schauen!